Allergiediagnostik. DGAI, ÄDA Pressemappe im Info Netzwerk Medizin 2000

 
         spezifische Immuntherapie,ublinguale Immuntherapie,SLIT,Asthma,allergische Rhinitis im Info Netzwerk Medizin 2000    
 DGAI, ÄDA Pressemappe im Info Netzwerk Medizin 2000
   
 


Startseite Allergie/Asthma
Newsletter Allergie/Asthma
Profieingang Allergie/Asthma
Laieneingang Allergie/Asthma
Nutzungsbedingungen Tierhaarallergie
Redaktion Info-Netzwerk Medizin 2000
Kontakt Info-Netzwerk Medizin 2000
 

Schriftgrösse ändern:

 

Schrift verkleinern Schrift vergrössern

 

 

 

 

Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)

6. November 2003

 


 

Allergologen brauchen detektivischen Spürsinn

Allergie oder keine Allergie - das ist oft die Frage!

Naselaufen und Augenentzündung, Durchfall und Bauchschmerzen oder Hautausschlag und Juckreiz: Eine Vielzahl verschiedener Krankheitszeichen können auf eine allergische Erkrankung hinweisen. Allerdings können diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Das führt zum Beispiel dazu, dass eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten allzu leicht mit einer Nahrungsmittel-Allergie verwechselt wird. Auch der Zusammenhang zwischen Allergiesymptomen und ihren Auslösern kann falsch gedeutet werden. Bei Heuschnupfen-Symptomen im Sommer denken die Meisten zuerst an eine Allergie auf Gräserpollen. Vielleicht sind aber tatsächlich die zur gleichen Zeit umherfliegenden Sporen von Schimmelpilzen die Übeltäter.

Der Allergologe als Detektiv

Norbert Mülleneisen vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) erlebt in der Praxis häufig, dass Patienten überrascht reagieren, wenn er bei ihnen eine Allergie auf eine bestimmte Substanz feststellt. Sie selbst hatten oft gänzlich andere Auslöser für ihre quälenden Symptome vermutet. Doch auch der Facharzt braucht viel Erfahrung, um die Allergieauslöser eindeutig zu bestimmen. "Selbst wenn ein Allergietest positiv ausfällt, müssen die Ergebnisse sehr sorgfältig interpretiert werden. Manchmal ist es richtige Detektivarbeit, der Ursache für allergische Symptome auf die Spur zu kommen", erläutert Mülleneisen. Zu einer umfassenden allergologischen Diagnostik beim Facharzt gehören eine ausführliche Krankengeschichte, Haut-tests, die Bestimmung von spezifischen Antikörpern im Blut und so genannte Provokationstests. "Ein erfahrener Arzt kann mit Hilfe dieser Tests feststellen, welche Allergieauslöser für den Patienten relevant sind und die geeignete Therapie auswählen", so Mülleneisen. Er schildert den Fall eines Allergiekranken, der im Sommer stets unter Heuschnupfen litt. Der Hauttest und die Blutuntersuchung zeigten eine positive Reaktion auf Gräser und Schimmelpilze. Der Allergologe führte zur Sicherheit eine so genannte nasale Provokation durch: Der Patient atmete in der Praxis nacheinander Allergene aus Gräserpollen und Schimmelpilz-Sporen durch die Nase ein. Nur die Allergieauslöser aus Schimmelpilzen führten zu den bekannten Symptomen. Dem Patienten konnte durch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mit einem Schimmelpilz-Extrakt geholfen werden. Schon im nächsten Sommer war er beschwerdefrei.

"Allergien" auf Milch und Penicillin

Ein positiver Hauttest und die Blutuntersuchung beweisen also noch keine Allergie - ebenso wenig, wie ein zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Essen bestimmter Nahrungsmittel und allergieähnlichen Beschwerden. Beispielsweise vertragen fünf bis 15 Prozent der Menschen in Nordeuropa keine Milchprodukte, weil sie nicht in der Lage sind, den darin enthaltenen Milchzucker zu verdauen. Trinken sie trotzdem Milch, so kann es zu Unwohlsein und Durchfall kommen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Allergie, sondern um eine Unverträglichkeits-Reaktion.

Auch Allergien auf Medikamente sind nicht immer das, was sie scheinen. Manchmal lässt sich eine langjährig vermutete Penicillin-Allergie durch die Beratung und Untersuchung bei einem Allergologen ausschließen. Wie Mülleneisen berichtet, glauben viele Patienten, an einer Penicillin-Allergie zu leiden, weil sie nach der Behandlung eines Pfeiffer´schen Drüsenfiebers mit Penicillin einen Hautausschlag bekamen. Pfeiffer´sches Drüsenfieber kommt sehr häufig vor. Die Erkrankung wird durch Viren ausgelöst und ähnelt einer schweren Mandelentzündung. Die Behandlung der Virusinfektion mit Penicillinen führt typischerweise zu Hautausschlägen. Viele der Betroffenen werden dann fälschlicherweise als "allergisch auf Penicillin" abgestempelt. In anderen Fällen einer vermuteten Medikamenten-Allergie kann der eigentliche Allergieauslöser ein Hilfsstoff sein, der dem Medikament beigefügt wurde. Diesen Patienten kann nach einer allergologischen Diagnostik und Umstellung auf ein anderes Präparat leicht geholfen werden.

 

Jetzt zum Allergologen. Heuschnupfen-Kranke sollten jetzt zum Allergologen gehen. Denn wenn im Herbst mit einer spezifischen Immuntherapie begonnen wird, können die Symptome schon im nächsten Jahr viel besser sein. Leider gelangen viele Allergiekranke häufig erst nach einer langjährigen Odysee zum Facharzt und erhalten eine langfristig wirksame Therapie. Diese Unterversorgung von Allergiepatienten hat das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin in einer großen Studie zur Versorgung allergiekranker Menschen (VAM-Studie) belegt. Im Rahmen der Studie wurden 6.791 Patienten befragt. Sie erhielten bei einem auf Allergologie spezialisierten Facharzt erstmals eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) gegen ihre Allergie auf Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierhaare.

Jetzt zum Allergologen. Heuschnupfen-Kranke sollten jetzt zum Allergologen gehen. Denn wenn im Herbst mit einer spezifischen Immuntherapie begonnen wird, können die Symptome schon im nächsten Jahr viel besser sein. Leider gelangen viele Allergiekranke häufig erst nach einer langjährigen Odysee zum Facharzt und erhalten eine langfristig wirksame Therapie. Diese Unterversorgung von Allergiepatienten hat das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin in einer großen Studie zur Versorgung allergiekranker Menschen (VAM-Studie) belegt. Im Rahmen der Studie wurden 6.791 Patienten befragt. Sie erhielten bei einem auf Allergologie spezialisierten Facharzt erstmals eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) gegen ihre Allergie auf Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierhaare.

 

weiter


 

Hier finden Sie weitere Informationen zu aktuellen Erfolgen der Allergieforschung:

 

Pollenallergie

Insektengiftallergie

Hausstaubmilbenallergie

Tierhaarallergie

AllergieCheck

www.asthma-therapie.info

www.frei-atmen.com

 

Dieses Informationsangebot wird durch die freundliche Unterstützung der
ALK-Scherax Arzneimittel GmbH, Hamburg, ermöglicht



Link zu Website ALK-Scherax

 

Tierhaarallergiesche Erkrankung, Logo Medizin 2000

 

 

 

Konjunktivitis,Rhinitis,gastrointestinale Beschwerden,Pruritus
Copyright © LaHave Media Services Limited