Handy-Allergie
Mobil
telefonieren lässt die Wangen glühen
Das
neue Handy hat einer Japanerin wenig Freude gemacht. Schon
nach wenigen Tagen entwickelte sich auf ihrer linken Wange ein
juckender Ausschlag mit Bläschen. Sie führte täglich bis zu
zehn Gespräche mit einer Gesamtdauer von etwa zwei Stunden. Während
dieser Zeit war ihre linke Wange in engem Kontakt mit dem
neuen Mobiltelefon, da sie dieses fast immer an das linke Ohr
hielt. Ein Allergietest ergab, dass bei der Japanerin eine
Kontaktallergie auf Kaliumdichromat vorlag. Diese Substanz war
in dem verchromten Gehäuse des neuen Handys enthalten. Die
Therapie bestand im Handy-Verbot und schon nach zehn Tagen
waren die Hautveränderungen abgeheilt.
“Kaliumdichromat
ist ein weit verbreiteter Allergieauslöser. Er kommt häufig
in technischen Produkten und in vielen Gegenständen des täglichen
Bedarfs vor. Chromate werden beispielsweise auch zum Gerben
von Schuhleder verwendet”, erläutert der Hautarzt und
Allergologe Professor Dr. Thomas Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes
Deutscher Allergologen (ÄDA). “Bei einem Chromatallergiker
reichen bereits geringe Mengen dieser Substanz, um ein
allergisches Kontaktekzem auszulösen.” Bei Verdacht auf
eine Kontaktallergie sollte ein allergologisch ausgebildeter
Hautarzt aufgesucht werden.
Doch
nicht nur Bestandteile von Mobiltelefonen können eine Allergie
auslösen. Auch die Strahlung, die von angeschalteten Handys
gesendet wird, soll allergische Reaktionen verursachen können.
Dies ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung von Dr.
Hajime Kimata aus Kyoto, Japan. Er stellte fest, dass angeschaltete
Handys bereits nach einer Stunde bestehende Neurodermitis-Symptome
verschlimmern und eine allergische Reaktion des Immunsystems
auslösen können. Dr. Kimata räumt allerdings ein, dass weitere
Untersuchungen notwendig seien, um seine Ergebnisse zu bestätigen.
Seishima,
M. et al.: Cellular phone dermatitis. Arch Dermatol 2002;138:272–273.
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Zeilen à 65 Anschläge; Belegexemplar erbeten
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