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Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)

14. Juli 2003

 

 

Handy-Allergie

Mobil telefonieren lässt die Wangen glühen

Das neue Handy hat einer Japanerin wenig Freude gemacht. Schon nach wenigen Tagen entwickelte sich auf ihrer linken Wange ein juckender Ausschlag mit Bläschen. Sie führte täglich bis zu zehn Gespräche mit einer Gesamtdauer von etwa zwei Stunden. Während dieser Zeit war ihre linke Wange in engem Kontakt mit dem neuen Mobiltelefon, da sie dieses fast immer an das linke Ohr hielt. Ein Allergietest ergab, dass bei der Japanerin eine Kontaktallergie auf Kaliumdichromat vorlag. Diese Substanz war in dem verchromten Gehäuse des neuen Handys enthalten. Die Therapie bestand im Handy-Verbot und schon nach zehn Tagen waren die Hautveränderungen abgeheilt.

“Kaliumdichromat ist ein weit verbreiteter Allergieauslöser. Er kommt häufig in technischen Produkten und in vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs vor. Chromate werden beispielsweise auch zum Gerben von Schuhleder verwendet”, erläutert der Hautarzt und Allergologe Professor Dr. Thomas Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). “Bei einem Chromatallergiker reichen bereits geringe Mengen dieser Substanz, um ein allergisches Kontakt­ekzem auszulösen.” Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie sollte ein allergologisch ausgebildeter Hautarzt aufgesucht werden.

Doch nicht nur Bestandteile von Mobiltelefonen können eine Allergie auslösen. Auch die Strahlung, die von angeschalteten Handys gesendet wird, soll allergische Reaktionen verursachen können. Dies ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung von Dr. Hajime Kimata aus Kyoto, Japan. Er stellte fest, dass angeschaltete Handys bereits nach einer Stunde bestehende Neurodermitis-Symptome verschlimmern und eine allergische Reaktion des Immunsystems auslösen können. Dr. Kimata räumt allerdings ein, dass weitere Untersuchungen notwendig seien, um seine Ergebnisse zu bestätigen.

 

Seishima, M. et al.: Cellular phone dermatitis. Arch Dermatol 2002;138:272–273.

33 Zeilen à 65 Anschläge; Belegexemplar erbeten

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
ÄDA-/DGAI-Pressekontakt, Bodelschwinghstr. 17, 22337 Hamburg, Tel: 040-507113-30


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