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Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)

14. Juli 2003


 

 

Heuschnupfen optimal behandeln

Pollenallergie – im Herbst die Weichen zur Heilung stellen

“Bisher ein ganz normales Jahr”, so beschreibt Professor Karl-Christian Bergmann von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) die aktuelle Pollensaison. Ganz normal ist schlimm genug: Inzwischen leidet in Deutschland fast jeder fünfte Erwachsene an allergischem Schnupfen – Tendenz weiter steigend. Und bei bis zu 15 Prozent der deutschen Jungen und Mädchen treten Asthmasymptome auf, die in den meisten Fällen allergisch bedingt sind. Asthma ist damit die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern.

Schon an das nächste Jahr denken

Viele, die allergisch auf Baum- und Gräserpollen reagieren, sehnen sich geradezu nach dem Herbst und schlechtem Wetter. “Dann geht es mir endlich wieder gut”, sagen sie sich. Sie sollten weiterdenken, denn oft währt die Atempause nicht lange. Birke, Hasel und andere Frühblüher erwachen schon im Februar zu neuem Leben. Dann geht das Jucken, Schniefen und Räuspern wieder los. Allerdings gibt es einen anderen Grund, dem Herbst optimistisch entgegenzusehen: Er ist die geeignete Jahreszeit, um mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT, oft auch “Allergie-Impfung” genannt) zu beginnen. Nur mithilfe der SIT lassen sich allergische Erkrankungen ursächlich behandeln. Das Prinzip: Den Patienten wird – meistens über drei Jahre hinweg – in wöchentlichem Abstand ein Extrakt der Substanz, auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in niedriger Konzentration unter die Haut gespritzt. Dadurch gelingt es in den meisten Fällen, die fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu normalisieren. Die Behandlung sollte bei einem auf Allergien spezialisierten Facharzt erfolgen. Beste Behandlungsergebnisse werden mit standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten erzielt. Hier liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent. Über Jahre hinweg lassen die Beschwerden deutlich nach, in vielen Fällen verschwinden sie dauerhaft. “Eine spezifische Immuntherapie, die rechtzeitig einsetzt, ist bei allergischen Atemwegserkrankungen wichtig, um das Immunsystem wieder toleranter gegen die Allergieauslöser zu machen”, erklärt Professor Schultze-Werninghaus, Präsident der DGAI. Außerdem ist die Behandlungsform in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, das Fortschreiten des Heuschnupfens zum Asthma, den so genannten Etagenwechsel, zu verhindern. Allergologen raten zur Immuntherapie, wenn ein Patient länger als vier Wochen im Jahr an allergischem Schnupfen leidet – selbst wenn die Symptome nur leicht sind.

Optimal betreut vom Allergologen

Die Chancen für Allergiker, ihre Krankheit loszuwerden, stehen also ganz gut. Leider werden aber noch immer viel zu wenige Patienten bestmöglich therapiert. “Nur 10 Prozent der Allergiekranken werden fachärztlich behandelt und viel zu wenige erhalten eine spezifische Immuntherapie. Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf”, bemängelt Schultze-Werninghaus. Die Betreuung durch einen erfahrenen Allergologen ist die Voraussetzung, um zuverlässig festzustellen, ob eine Allergie vorliegt und gegen welche Substanzen sie sich richtet. Erst dann können die Therapiemaßnahmen individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt und optimale Behandlungserfolge erzielt werden. Eines steht dabei in jedem Fall fest: Einfach auf den Herbst zu warten, ist für Patienten mit Heuschnupfen die schlechteste Lösung. Denn die nächste “ganz normale” Pollensaison kommt bestimmt.

Im Sommer fliegen Graspollen. Von Mai bis August leiden Personen, die allergisch gegen Graspollen sind, unter Heuschnupfen und sehnen sich geradezu nach dem Herbst und schlechtem Wetter. Sie sollten weiterdenken, denn oft währt die Atempause nicht lange. Allerdings gibt es einen anderen Grund, dem Herbst optimistisch entgegenzusehen: Er ist die geeignete Jahreszeit, um mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT, oft auch "Allergie-Impfung" genannt) zu beginnen. Nur mithilfe der SIT lassen sich allergische Erkrankungen ursächlich behandeln. Das Prinzip: Den Patienten wird ein Extrakt der Substanz, auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in niedriger Konzentration unter die Haut gespritzt. Dadurch gelingt es in den meisten Fällen, die fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu normalisieren. Die Behandlung sollte bei einem auf Allergien spezialisierten Facharzt erfolgen. Beste Behandlungsergebnisse werden mit standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten erzielt. Hier liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent. Über Jahre hinweg lassen die Beschwerden deutlich nach, in vielen Fällen verschwinden sie dauerhaft. Allergologen raten zur Immuntherapie, wenn ein Patient länger als vier Wochen im Jahr an allergischem Schnupfen leidet - selbst wenn die Symptome nur leicht sind.

 

Im Sommer fliegen Graspollen. Von Mai bis August leiden Personen, die allergisch gegen Graspollen sind, unter Heuschnupfen und sehnen sich geradezu nach dem Herbst und schlechtem Wetter. Sie sollten weiterdenken, denn oft währt die Atempause nicht lange. Allerdings gibt es einen anderen Grund, dem Herbst optimistisch entgegenzusehen: Er ist die geeignete Jahreszeit, um mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT, oft auch "Allergie-Impfung" genannt) zu beginnen. Nur mithilfe der SIT lassen sich allergische Erkrankungen ursächlich behandeln. Das Prinzip: Den Patienten wird ein Extrakt der Substanz, auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in niedriger Konzentration unter die Haut gespritzt. Dadurch gelingt es in den meisten Fällen, die fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu normalisieren. Die Behandlung sollte bei einem auf Allergien spezialisierten Facharzt erfolgen. Beste Behandlungsergebnisse werden mit standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten erzielt. Hier liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent. Über Jahre hinweg lassen die Beschwerden deutlich nach, in vielen Fällen verschwinden sie dauerhaft. Allergologen raten zur Immuntherapie, wenn ein Patient länger als vier Wochen im Jahr an allergischem Schnupfen leidet - selbst wenn die Symptome nur leicht sind.


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