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Heuschnupfen
optimal behandeln
Pollenallergie
– im Herbst die Weichen zur Heilung stellen
“Bisher
ein ganz normales Jahr”, so beschreibt Professor
Karl-Christian Bergmann von der Deutschen Gesellschaft für
Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) die aktuelle
Pollensaison. Ganz normal ist schlimm genug: Inzwischen leidet
in Deutschland fast jeder fünfte Erwachsene an allergischem
Schnupfen – Tendenz weiter steigend. Und bei bis zu 15
Prozent der deutschen Jungen und Mädchen treten
Asthmasymptome auf, die in den meisten Fällen allergisch
bedingt sind. Asthma ist damit die häufigste chronische
Erkrankung bei Kindern.
Schon
an das nächste Jahr denken
Viele,
die allergisch auf Baum- und Gräserpollen reagieren, sehnen
sich geradezu nach dem Herbst und schlechtem Wetter. “Dann
geht es mir endlich wieder gut”, sagen sie sich. Sie sollten
weiterdenken, denn oft währt die Atempause nicht lange.
Birke, Hasel und andere Frühblüher erwachen schon im Februar
zu neuem Leben. Dann geht das Jucken, Schniefen und Räuspern
wieder los. Allerdings gibt es einen anderen Grund, dem Herbst
optimistisch entgegenzusehen: Er ist die geeignete Jahreszeit,
um mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT, oft auch
“Allergie-Impfung” genannt) zu beginnen. Nur mithilfe der
SIT lassen sich allergische Erkrankungen ursächlich
behandeln. Das Prinzip: Den Patienten wird – meistens über
drei Jahre hinweg – in wöchentlichem Abstand ein Extrakt
der Substanz, auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in
niedriger Konzentration unter die Haut gespritzt. Dadurch
gelingt es in den meisten Fällen, die fehlgeleitete Reaktion
des Immunsystems auf das Allergen zu normalisieren. Die
Behandlung sollte bei einem auf Allergien spezialisierten
Facharzt erfolgen. Beste Behandlungsergebnisse werden mit
standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten
erzielt. Hier liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent.
Über Jahre hinweg lassen die Beschwerden deutlich nach, in
vielen Fällen verschwinden sie dauerhaft. “Eine spezifische
Immuntherapie, die rechtzeitig einsetzt, ist bei allergischen
Atemwegserkrankungen wichtig, um das Immunsystem wieder
toleranter gegen die Allergieauslöser zu machen”, erklärt
Professor Schultze-Werninghaus, Präsident der DGAI. Außerdem
ist die Behandlungsform in vielen Fällen die einzige Möglichkeit,
das Fortschreiten des Heuschnupfens zum Asthma, den so
genannten Etagenwechsel, zu verhindern. Allergologen raten zur
Immuntherapie, wenn ein Patient länger als vier Wochen im
Jahr an allergischem Schnupfen leidet – selbst wenn die
Symptome nur leicht sind.
Optimal
betreut vom Allergologen
Die
Chancen für Allergiker, ihre Krankheit loszuwerden, stehen
also ganz gut. Leider werden aber noch immer viel zu wenige
Patienten bestmöglich therapiert. “Nur 10 Prozent der
Allergiekranken werden fachärztlich behandelt und viel zu
wenige erhalten eine spezifische Immuntherapie. Hier besteht
dringender Aufklärungsbedarf”, bemängelt
Schultze-Werninghaus. Die Betreuung durch einen erfahrenen
Allergologen ist die Voraussetzung, um zuverlässig
festzustellen, ob eine Allergie vorliegt und gegen welche
Substanzen sie sich richtet. Erst dann können die Therapiemaßnahmen
individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt und
optimale Behandlungserfolge erzielt werden. Eines steht dabei
in jedem Fall fest: Einfach auf den Herbst zu warten, ist für
Patienten mit Heuschnupfen die schlechteste Lösung. Denn die
nächste “ganz normale” Pollensaison kommt bestimmt.
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Im
Sommer fliegen Graspollen. Von Mai bis August leiden
Personen, die allergisch gegen Graspollen sind, unter
Heuschnupfen und sehnen sich geradezu nach dem Herbst
und schlechtem Wetter. Sie sollten weiterdenken, denn
oft währt die Atempause nicht lange. Allerdings gibt
es einen anderen Grund, dem Herbst optimistisch entgegenzusehen:
Er ist die geeignete Jahreszeit, um mit einer spezifischen
Immuntherapie (SIT, oft auch "Allergie-Impfung"
genannt) zu beginnen. Nur mithilfe der SIT lassen sich
allergische Erkrankungen ursächlich behandeln. Das
Prinzip: Den Patienten wird ein Extrakt der Substanz,
auf die sie allergisch reagieren (Allergen), in niedriger
Konzentration unter die Haut gespritzt. Dadurch gelingt
es in den meisten Fällen, die fehlgeleitete Reaktion
des Immunsystems auf das Allergen zu normalisieren. Die
Behandlung sollte bei einem auf Allergien spezialisierten
Facharzt erfolgen. Beste Behandlungsergebnisse werden
mit standardisierten, molekular definierten Allergenpräparaten
erzielt. Hier liegen die Erfolgsquoten bei bis zu 90 Prozent.
Über Jahre hinweg lassen die Beschwerden deutlich
nach, in vielen Fällen verschwinden sie dauerhaft.
Allergologen raten zur Immuntherapie, wenn ein Patient
länger als vier Wochen im Jahr an allergischem Schnupfen
leidet - selbst wenn die Symptome nur leicht sind.
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